Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

Auf Grund der aktuellen Situation mit COVID-19 möchten wir Sie darüber informieren, wie wir mit dieser Situation umgehen und welche Regelungen es für die Durchführung von Audits gibt.

Wir als DMSZ GmbH bewerten von Fall zu Fall, wie wir mit den Auswirkungen der Pandemie für Ihre Auditierung umgehen. Grundlage für diese Bewertung sind die gesetzlichen Anforderungen, die lokalen behördlichen Auflagen sowie etwaige Bestimmungen von Vertragspartnern, Programmeignern sowie der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS).

Bei anstehenden Rezertfizierungs- oder Wiederholungsaudits sowie dem ersten Überwachungsaudit nach einer Neuzertifizierung, bei denen das Audit aufgrund von CoV-2 über den Ablauftermin hinaus verschoben wird, gilt folgende Regelung.

Sie stellen einen Antrag auf Verschiebung des Rezertfizierungs- oder Wiederholungsaudits aufgrund CoV-2 Fall mit einer Begründung und der Vorlage von Belegen (Risikogebiet oder sonstige behördliche oder unternehmensspezifische Präventionsmaßnahme, etc.) bei der DMSZ GmbH.

Gerne können Sie uns diese Unterlagen per Mail an antrag_verschiebung@dmsz.de senden.

Im Anschluss daran wird sich Ihr Auditleiter/Auditor mit Ihnen in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen bspw. ein mögliches Alternativ-Audit (Remote-Audit) zu besprechen. Ein vollständiger Ersatz des diesjährigen Audits (Vor-Ort) durch „alternative Methoden“ beziehungsweise sogenannte Remote-Audits ist aus jetziger Sicht nicht möglich. Innerhalb von sechs Monaten muss ein Vor-Ort Termin durchgeführt und auf Basis der Auditdokumentation eine Zertifizierungs-Entscheidung getroffen werden.

Überwachungsaudits können in Rücksprache mit Ihrem Auditor bis maximal 6 Monate, zum Stichtag des letztjährigen Audittermins, verschoben werden.

Teile des Überwachungsaudits können als alternatives Audit (Remote Audit) ebenfalls unter Berücksichtigung des jeweiligen Geltungsbereiches sowie des auditierten Regelwerk und unter Berücksichtigung weitere Vorgaben, wie z.B. Multisite, Normen-Upgrade sowie einer Risikobetrachtung, anteilig durchgeführt werden. Dies geschieht immer nur nach Absprache mit ihren Auditleiter / Auditor.

Aktuelle Details finden Sie hier auch auf der Homepage der DAkkS: https://cutt.ly/ZtlcrRv unter der Überschrift: Auswirkungen auf die Tätigkeiten der Konformitätsbewertungsstelle.

Umstellen auf die ISO 50001:2018 – die Uhr tickt!

Seit dem 21. Februar 2020 dürfen Audits für Energiemanagementsysteme (EnMS) nur noch nach der aktuellen Fassung der ISO-Norm von 2018 durchgeführt werden!

Gemäß Übergangsregelung der IAF (International Accreditation Forum) und der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle Gmbh) dürfen EnMS-Audits (Erst- und Rezertifizierung sowie Überwachung) nur noch nach der Revision ISO 50001:2018 durchgeführt werden. Alle Zertifikate nach der veralteten Norm ISO 50001:2011 verlieren folglich am 20. August 2021 ihre Gültigkeit.

Relevante Änderungen durch die Transition

  • Durch die neue HLS ergeben sich neue Anforderungen an wichtige externe und interne Themen sowohl zu interessierten Parteien (Stakeholdern), welche für die energiebezogene Leistung (ebL) und das EnMS relevant sind
  • Aus der Kontextanalyse ergeben sich Risiken und Chancen für die ebL
  • Der Fokus der energetischen Bewertung liegt nun auf der Analyse der Bereiche mit wesentlichem Energieeinsatz (SEUs)
  • Eine „Normalisierung“ der EnPIs und EnBs ist erforderlich, wenn relevante Variablen eine wesentliche Auswirkung auf die ebL haben
  • Die Anforderungen und Dokumentation an die Energiedatenerfassung wurden präzisiert (bisherige Bezeichnung: „Plan für Energiemessung“)
  • Begrifflichkeiten und Definitionen wurden mit anderen Normen aus der 50000er-Reihe (u.a. ISO 50006, ISO 50015) wurden harmonisiert und präzisiert

Die größte Unsicherheit herrscht weiterhin bei der Risiko- und Chancenanalyse sowie beim Bilden geeigneter Kennzahlen und Ausgangsbasen, die als Voraussetzung für den Nachweis der energiebezogenen Leistung dienen.

Novelle des EDL-G

Die Novelle des EDL-G ist zum 26.11.2019 in Kraft getreten. Daraus ergibt sich u. a. dass alle Nicht-KMUs mit einem gesamten Energieverbrauch < 500.000 kWh/a zukünftig keine Energieaudits gem. EN 16247-1 durchführen müssen. Außerdem gelten seither höhere Qualitätsanforderungen an Energieauditbericht und Auditoren.

Die gravierendste Änderung ist, dass künftig alle auditpflichtigen Unternehmen aktiv und online die Durchführung des Energieaudits beim BAFA melden müssen. Hierbei werden mehrere Unternehmensdaten, Energiedaten und Ergebnisse aus dem Energieaudit abgefragt. Teilweise werden schon jetzt Unternehmen vom BAFA mit dem Hinweis auf die durchzuführende Erklärung angeschrieben.

Unternehmen, die das Energieaudit zwischen dem 26.11.2019 und dem 31.12.2019 abgeschlossen haben, müssen die Onlineerklärung bis zum 31.03.2020 durchführen. Für diejenigen, die das Energieaudit nach dem 01.01.2020 abschließen, gilt als Meldepflicht spätestens 2 Monate nach Auditabschluss.

Auch Unternehmen, die unterhalb der Bagatellgrenze liegen, müssen eine vereinfachte Onlineerklärung abgeben mit Angaben zum Unternehmen und zu den Energiemengen.
Unternehmen, die komplett nach ISO 50001 oder EMAS zertifiziert sind, brauchen keine Erklärung abgeben.

Der Auditor kann vom Unternehmen dazu bevollmächtigt werden, die Onlineerklärung abzugeben. Gerade bei komplexen Unternehmen (Multi-Site) kann die Erklärung einen erheblichen Zeitaufwand darstellen. Wir unterstützen Sie gerne!