Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

Wir als DMSZ GmbH nehmen die aktuelle Situation rund um COVID-19 ernst und möchten Sie darüber informieren, wie wir mit dieser Situation umgehen und welche Regelungen es für die Durchführung von Audits gibt. Die Gesundheit unserer Kunden, Mitarbeiter und Auditoren ist uns hier sehr wichtig!

Wie wir mit den aktuellen Auswirkungen der Pandemie umgehen, bewerten wir von Fall zu Fall. Hier gilt es für uns vor allem die lokalen behördlichen Auflagen, gesetzlichen Anforderungen, sowie etwaige Bestimmungen von Vertragspartnern, Programmeignern sowie der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) zu berücksichtigen.

Bei anstehenden Rezertfizierungs- oder Wiederholungsaudits sowie dem ersten Überwachungsaudit nach einer Neuzertifizierung, bei denen das Audit aufgrund von CoV-2 über den Ablauftermin hinaus verschoben werden muss, gilt folgende Regelung:

Sie stellen einen Antrag auf Verschiebung des Rezertfizierungs- oder Wiederholungs-audits aufgrund CoV-2 Fall mit einer Begründung und der Vorlage von Belegen (Risikogebiet oder sonstige behördliche oder unternehmensspezifische Präventionsmaßnahme, etc.) bei der DMSZ GmbH.

Diesen Antrag senden Sie bitte per Mail an: antrag_verschiebung@dmsz.de

Im Anschluss daran wird sich Ihr Auditleiter/Auditor mit Ihnen in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Hier kann auch ein Alternativ-Audit (Remote-Audit) durchgeführt werden, wobei ein vollständiger Ersatz der vor Ort Audits nicht möglich ist!

Wir werden die notwendigen Termine unserer Mitarbeiter vor Ort gewissenhaft wahrnehmen. Sollten es die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie erforderlich machen, werden wir die Auditierung der aktuellen Lage anpassen.

Überwachungsaudits können in Rücksprache mit Ihrem Auditor verschoben werden, müssen aber innerhalb des aktuellen Kalenderjahres 2020 stattfinden. Teile dieser Überwachungsaudits können ebenfalls als alternatives Audit (Remote Audit) unter Berücksichtigung des jeweiligen Geltungsbereiches sowie des auditierten Regelwerk und unter Berücksichtigung weitere Vorgaben, wie z.B. Multisite, Normen-Upgrade sowie einer Risikobetrachtung, anteilig durchgeführt werden. Dies geschieht immer nur nach Absprache mit ihrem Auditleiter / Auditor. Sollte es sich um das 1. Überwachungsaudit nach einer Erstzertifizierung handeln, muss mindestens 1/3 des geplanten Gesamtaufwands zum Stichtag des Z-Audits durchgeführt sein. Hier muss spätestens 6 Monate nach Stichtag das Audit komplett durchgeführt sein.

Sollten Sie Fragen haben, dürfen Sie sich selbstverständlich umgehend an Ihren direkten Kundenbetreuer, Auditor oder auch an unsere Zentrale wenden.

Umstellen auf die ISO 50001:2018 – die Uhr tickt!

Seit dem 21. Februar 2020 dürfen Audits für Energiemanagementsysteme (EnMS) nur noch nach der aktuellen Fassung der ISO-Norm von 2018 durchgeführt werden!

Gemäß Übergangsregelung der IAF (International Accreditation Forum) und der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle Gmbh) dürfen EnMS-Audits (Erst- und Rezertifizierung sowie Überwachung) nur noch nach der Revision ISO 50001:2018 durchgeführt werden. Alle Zertifikate nach der veralteten Norm ISO 50001:2011 verlieren folglich am 20. August 2021 ihre Gültigkeit.

Relevante Änderungen durch die Transition

  • Durch die neue HLS ergeben sich neue Anforderungen an wichtige externe und interne Themen sowohl zu interessierten Parteien (Stakeholdern), welche für die energiebezogene Leistung (ebL) und das EnMS relevant sind
  • Aus der Kontextanalyse ergeben sich Risiken und Chancen für die ebL
  • Der Fokus der energetischen Bewertung liegt nun auf der Analyse der Bereiche mit wesentlichem Energieeinsatz (SEUs)
  • Eine „Normalisierung“ der EnPIs und EnBs ist erforderlich, wenn relevante Variablen eine wesentliche Auswirkung auf die ebL haben
  • Die Anforderungen und Dokumentation an die Energiedatenerfassung wurden präzisiert (bisherige Bezeichnung: „Plan für Energiemessung“)
  • Begrifflichkeiten und Definitionen wurden mit anderen Normen aus der 50000er-Reihe (u.a. ISO 50006, ISO 50015) wurden harmonisiert und präzisiert

Die größte Unsicherheit herrscht weiterhin bei der Risiko- und Chancenanalyse sowie beim Bilden geeigneter Kennzahlen und Ausgangsbasen, die als Voraussetzung für den Nachweis der energiebezogenen Leistung dienen.

Novelle des EDL-G

Die Novelle des EDL-G ist zum 26.11.2019 in Kraft getreten. Daraus ergibt sich u. a. dass alle Nicht-KMUs mit einem gesamten Energieverbrauch < 500.000 kWh/a zukünftig keine Energieaudits gem. EN 16247-1 durchführen müssen. Außerdem gelten seither höhere Qualitätsanforderungen an Energieauditbericht und Auditoren.

Die gravierendste Änderung ist, dass künftig alle auditpflichtigen Unternehmen aktiv und online die Durchführung des Energieaudits beim BAFA melden müssen. Hierbei werden mehrere Unternehmensdaten, Energiedaten und Ergebnisse aus dem Energieaudit abgefragt. Teilweise werden schon jetzt Unternehmen vom BAFA mit dem Hinweis auf die durchzuführende Erklärung angeschrieben.

Unternehmen, die das Energieaudit zwischen dem 26.11.2019 und dem 31.12.2019 abgeschlossen haben, müssen die Onlineerklärung bis zum 31.03.2020 durchführen. Für diejenigen, die das Energieaudit nach dem 01.01.2020 abschließen, gilt als Meldepflicht spätestens 2 Monate nach Auditabschluss.

Auch Unternehmen, die unterhalb der Bagatellgrenze liegen, müssen eine vereinfachte Onlineerklärung abgeben mit Angaben zum Unternehmen und zu den Energiemengen.
Unternehmen, die komplett nach ISO 50001 oder EMAS zertifiziert sind, brauchen keine Erklärung abgeben.

Der Auditor kann vom Unternehmen dazu bevollmächtigt werden, die Onlineerklärung abzugeben. Gerade bei komplexen Unternehmen (Multi-Site) kann die Erklärung einen erheblichen Zeitaufwand darstellen. Wir unterstützen Sie gerne!