BMVI: Aufbau gewerblicher Ladeinfrastruktur startet

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert künftig den Aufbau von Ladeinfrastruktur an Mitarbeiterparkplätzen, für Elektrofahrzeuge betrieblicher oder kommunaler Flotten sowie für Dienstfahrzeuge. Die neue Förderrichtlinie „Nicht öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge – Unternehmen und Kommunen“ wurde heute veröffentlicht. Damit ergänzt das BMVI die Elektromobilitätsförderung um einen wichtigen Baustein.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:
„Wir wollen Unternehmen und Kommunen den Umstieg auf eine klimafreundliche Flotte erleichtern. Deshalb sorgen wir jetzt für komfortable Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz. Einfach laden, immer und überall: Diesem Ziel sind wir wieder ein ganzes Stück nähergekommen.“

Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur:
„Schätzungsweise 60-85 Prozent aller Ladevorgänge finden zu Hause oder am Arbeitsplatz statt. Deswegen muss Ladeinfrastruktur überall dort entstehen, wo die Autos ohnehin über längere Zeit parken. Hinzu kommt: Etwa zwei Drittel aller PKW-Neuzulassungen sind Dienstfahrzeuge. Mit der Förderung von Ladeinfrastruktur auf den Parkplätzen von Unternehmen und Kommunen stärken wir daher gleich zwei wichtige und stark nachgefragte Anwendungsfälle.“

Anträge können ab dem 23. November 2021 über das Förderportal der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt werden.

Zur Förderung

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer neuen, nicht öffentlich zugänglichen stationären Ladestation inklusive des Netzanschlusses. Die Ladeinfrastruktur muss sich an Stellplätzen auf Liegenschaften befinden, die zur gewerblichen und kommunalen Nutzung oder zum Abstellen von Fahrzeugen der Beschäftigten vorgesehen sind.

Der Zuschuss beträgt 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 900 € pro Ladepunkt. Es werden Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt gefördert.

Hersteller von Ladevorrichtungen können die Förderfähigkeit ihrer Produkte überprüfen lassen. Sofern alle technischen Anforderungen erfüllt sind, werden die Produkte in die Liste der förderfähigen Ladevorrichtungen aufgenommen. Nutzen Sie dazu diesen Link.

Die Gewährung von staatlichen Fördermitteln an wirtschaftlich tätige Einheiten, d. h. Unternehmen, erfolgt im Rahmen der vorliegenden Förderrichtlinie als De-minimis-Beihilfe.

Quelle: BMVI

Technische Anleitung Luft tritt am 01.12.2021 in Kraft

Die neue Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) ist am 14. September 2021 im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht worden und kann damit am 1. Dezember in Kraft treten. Die TA Luft ist das zentrale Regelwerk zur Verringerung von Emissionen und Immissionen von Luftschadstoffen. Sie legt den Stand der Technik für fast 50.000 genehmigungsbedürftige Anlagen in Deutschland fest. Teile der TA Luft können auch bei der baurechtlichen Zulassung von nicht genehmigungsbedürftigen („kleinen“) Anlagen herangezogen werden.

Mit der Überarbeitung werden zahlreiche Grenzwerte für die Emission von Luftschadstoffen und baulichen oder betrieblichen Anforderungen an Anlagen neu aufgenommen oder verschärft. Zudem werden erstmals Regelungen etwa zu Stickstoffdepositionen, FFH-Untersuchung oder Geruchsemissionen getroffen. Viele Genehmigungsverfahren werden zudem durch die gesenkten Bagatellmassenströme und die Einführung des Begriffs der Gesamtzusatzbelastung aufwendiger.

Die TA Luft ist eine Verwaltungsvorschrift und gilt deshalb direkt für Behörden. Sofort relevant wird die TA Luft deshalb erstmal nur für Unternehmen, die eine Anlage neu errichten oder eine bestehende wesentlich ändern wollen. Laufende Genehmigungsverfahren sollen nach den Vorgaben der TA Luft 2002 zu Ende geführt werden, wenn vor dem 1. Dezember 2021 ein vollständiger Genehmigungsantrag gestellt wurde.

Für Betreiber bestehender Anlagen (sog. Altanlagen) wird die TA Luft erst durch nachträgliche Anordnungen der Behörden relevant. Da die TA Luft den Stand der Technik festschreibt, werden die Behörden diese jedoch je nach Einzelfall in absehbarer Zeit anordnen. Für viele einzelne Anlagenarten sind im Kapitel 5.4 ff. allerdings auch Regelungen zum Bestandsschutz oder Übergangsfristen vorgesehen.

Für diese nachträglichen Anordnungen werden in Nr. 6 verschiedene Fälle präzisiert. Ob und welche Anordnungen und Fristen zur Sanierung getroffen werden, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Dabei wird zwischen Anordnungen zum (sofortigen) Schutz und zur Vorsorge vor schädlichen Umwelteinwirkungen unterschieden. Auch muss die Be-hörde beispielsweise unterscheiden, ob bereits Anforderungen der TA Luft von 2002 nicht erfüllt wurden oder BVT-Schlussfolgerungen in Kraft treten. Auch der technische Aufwand, Kosten, Umfang der Anpas-sungen und die technische Umsetzbarkeit der Anordnungen sollen berücksichtigt werden.

Für die meisten Anlagen werden die allgemeinen Sanierungsfristen relevant (Nr. 6.2.3): Bei Maßnahmen, die lediglich organisatorische Änderungen oder mit einem geringen technischen Aufwand verbunden sind, sollen Anpassungen innerhalb von drei Jahren erfolgen. Beispielhaft werden Umstellungen auf emissionsärmere Brenn- oder Einsatzstoffe sowie einfache Änderungen der Prozessführung oder Verbesserungen der Wirksamkeit vorhandener Abgasreinigungseinrichtungen genannt.

Erfüllen bestehende Anlagen noch nicht alle Anforderungen der TA Luft aus 2002, so sollen die bisherigen und neuen Anforderungen möglichst zeitgleich erfüllt werden. Dieser Zeitraum soll drei Jahre nicht über-schreiten.

Anlagen, die bisher dem Stand der Technik entsprachen, und für die keine abweichenden Fristen genannt werden oder für die keine abweichenden Fristen in BVT-Schlussfolgerungen festgelegt sind, sollen die Anforderungen bis spätestens zum 1. Dezember 2026 einhalten.

Viele Vollzugsbehörden bereiten die Umsetzung der TA Luft derzeit vor und werden die Betreiber voraussichtlich noch in diesem Jahr informieren. Zur (leider nur kostenpflichtigen) Version im Gemeinsamen Ministerialblatt gelangen Sie hier. Zuletzt (Stand 04.10.21) konnte eine Version auf den Seiten des Thüringischen Umweltministeriums abgerufen werden. (HAD)

Klimaschutzmanagement-Schulung

Unternehmerisches Klimamanagement auf Basis des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) sowie der ISO 14064 als Grundlage für das Berechnen und Verifizieren des CO2-Fußabdrucks eines Unternehmens bekommt einen immer höheren Stellenwert.

Daher möchten wir im ersten Quartal 2022 wieder eine 3-Tages-Schulung im Rhein-Main-Gebiet anbieten?

Nutzen Sie die Chance dabei zu sein!

Sie haben Interesse und wollen mehr erfahren?

Bitte senden Sie uns eine Mail an klimamanagement@dmsz.de

Umfrage zur Umsetzung der ISO 14001 // Einladung an ISO-14001-Auditorinnen und Auditoren

Es ist gelebte Praxis der Technischen Komitees in der International Organization for Standardization (ISO), Anwenderinnen und Anwender nach ihren Erfahrungen in der praktischen Umsetzung zu befragen.

Derzeit befasst sich das ISO/TC 207/SC 1 mit der nächsten Überarbeitung von ISO 14001 und ISO 14004 und lädt zur Umfrage ein.

Ziel und Zielgruppen der Umfrage

Ziel dieser Umfrage ist es, ein Verständnis für die Bedürfnisse von Anwendern und anderen interessierten Kreisen in Bezug auf Normen für Umweltmanagementsysteme (UMS) zu entwickeln. Die Erkenntnisse aus der Umfrage fließen in die Überarbeitung von ISO 14001 und ISO 14004 sowie anderer verwandter ISO-Normen ein.

Die Umfrage richtet sich auch an Euch als Auditorinnen und Auditoren für ISO 14001.

Ihr könnt die Chance wahrnehmen, Eure praktischen Erfahrungen mit ISO 14001 und/oder ISO 14004 einzubringen und so einen wertvollen Beitrag zu leisten, mit ISO-Normen die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Zur Umfrage – in deutscher Sprache – klickt bitte hier: https://rit.az1.qualtrics.com/jfe/form/SV_ezWLovidsdRn7Lw

Unser Unternehmen ist klimaneutral!

Klimaneutrales Unternehmen, das bedeutet: wir haben unsere Treibhausgas-Emissionen erfasst, reduzieren sie kontinuierlich und haben die unvermeidbaren Emissionen durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Unsere Schritte im Einzelnen

1. Emissionen berechnen
Gemeinsam mit ClimatePartner haben wir unseren CCF – Corporate Carbon Footprint, also den CO2-Fußabdruck unseres Unternehmens berechnet. Dabei berücksichtigen wir Emissionsquellen wie Energie und Heizung, aber auch Geschäftsreisen, Büromaterial und alle weiteren Emissionen, die wir als Unternehmen verursachen.

2. Emissionen vermeiden und reduzieren
Unser CCF zeigt uns deutlich, wo wir weiter CO2 reduzieren können. Wir aktualisieren ihn regelmäßig, haben so den Überblick über unseren Erfolg bei der Reduktion und erkennen weitere Stellschrauben.

Angedachte Reduktionsmaßnahmen sind bspw.:

  • Vermehrter Einsatz von Bahnverbindungen anstatt PKW für Dienstreisen
  • Weitere Optimierung der IT-Infrastruktur, Einsatz von energieeffizienteren Techniken
  • Nutzung von Fahrrädern durch Innendienst für Wegstrecke zur Arbeit
  • Leasing von Hybrid-Fahrzeuge (n)

3. Emissionen ausgleichen
Es bleiben jedoch immer Emissionen übrig, die wir aktuell nicht vermeiden können. Wir gleichen sie dadurch konsequent aus, indem wir zwei Klimaschutzprojekte aus dem ClimatePartner-Portfolio unterstützen:

Bäume pflanzen in Deutschland
http://www.climatepartner.com/1111

Moore für den Klimaschutz, Lichtenau, Deutschland
http://www.climatepartner.com/1230

4. Transparenz schaffen
Über unser Label „klimaneutrales Unternehmen“ und die ID-Nummer können Sie unsere Klimaneutralität im ClimatePartner-ID-Tracking nachvollziehen: www.climatepartner.com/16367-2109-1002
Neben der Vermeidung und Reduktion von Treibhausgasen ist der Ausgleich ein wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Ohne den Ausgleich ist das Ziel des Pariser Abkommens von 2015 nicht mehr erreichbar – es gibt schlicht und einfach noch nicht die erforderlichen Technologien, um alle Emissionen drastisch genug zu senken. Durch die Investition in Klimaschutzprojekte wird außerdem eine nachhaltige Entwicklung in den Ländern des globalen Südens gefördert, damit Fortschritt nicht allein auf fossilen Energien beruhen muss.

Unser Klimaschutzprojekte

Mit der Klimaneutralität unseres Unternehmens unterstützen wir die Klimaschutzprojekte:

Bäume pflanzen in Deutschland
http://www.climatepartner.com/1111

Viele unserer Kunden haben ihren Sitz in Deutschland. Auch hier ist der Klimawandel sehr deutlich spürbar. Waldbrände vernichten große Flächen, Schädlinge verbreiten sich in den geschwächten Wäldern besonders schnell. Baumarten wie die Fichte leiden unter Dürre und Hitze, weil sie mit ihren flachen Wurzeln keine tieferen, wasserhaltigen Erdschichten erreichen. Deshalb unterstützen wir die Aufforstung und den Umbau der Wälder in Deutschland hin zu Mischwäldern. Mittels eines Kopplungsprojektes erfolgt die CO2-Kompensation vollständig über ein zertifiziertes Waldschutzprojekt in Brasilien.

Moore für den Klimaschutz, Lichtenau, Deutschland
http://www.climatepartner.com/1230
Moore speichern enorme Mengen CO2. In Lichtenau, Landkreis Paderborn, unterstützen wir deshalb die Wiedervernässung und Renaturierung der Moore Eselsbett, Schwarzes Bruch und Sauerbachtal Bülheim. Sie waren in den letzten 10.000 Jahren durch hohe Niederschläge und stauende Böden entstanden und werden seit dem 19. Jahrhundert durch den Torfabbau zerstört. So ist etwa das Hochmoor Schwarzes Bruch in weiten Teilen geschädigt.

Damit fördern wir außerdem die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals), ein weltweit anerkannter Maßstab der Vereinten Nationen, um diese positiven Effekte zu messen. Diese 17 Ziele umfassen etwa die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung oder die weltweite Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie.
Jedes Klimaschutzprojekt aus dem ClimatePartner-Portfolio trägt zu mehreren dieser Ziele bei. Um diesen Effekt sichtbar zu machen, weist ClimatePartner den Beitrag einzelner Projekte zu den verschiedenen SDGs bei jedem Projekt aus. Dadurch können sie nachvollziehen, welche weiteren Ziele die Projekte neben dem Klimaschutz unterstützen. Bei manchen Projekten ist der Zusatzbeitrag so groß, dass es sich im Kern eigentlich um Entwicklungsprojekte mit Klimaschutzwirkung handelt – und nicht umgekehrt.

Bestätigung der Akkreditierungsfähigkeit der VAZ Programme

Mit Datum vom 17.09.2021 hat die DAkkS GmbH die Akkreditierungsfähigkeit der VAZ Programme für SGU-Personal und SCC/SCP bestätigt. Damit hat der VAZ e.V. auch die Eigentümerschaft der normativen Dokumente des bestehenden SCC-Regelwerkes aus 2011 von der DGMK e.V. übernommen und ist somit der alleinige Eigentümer der SCC-Programme in Deutschland.

Wie SCC 2011 basiert VAZ-SCC 2021 auf deutschen Gesetzen und Regelungen zum Arbeitsschutz und richtet sich somit an deutsche Unternehmen und ausländische Unternehmen, die in Deutschland als Kontraktor tätig sind oder tätig werden wollen.

Die gegenseitige Anerkennung zwischen VCA und SCC soll aufrechterhalten werden, da diese für alle beteiligten Marktteilnehmer wichtig ist.

Die DMSZ hat einen Nutzungsvertrag mit dem VAZ e.V. abgeschlossen, um die bestehenden Zertifizierungen sowie neue Zertifizierungen nach SCC-2021 umzustellen und anbieten zu können.

Infos zu den Umstellungsfristen, Laufzeiten von bestehenden Zertifikaten, Auditorenqualifikation/-upgrade usw. werden von der DMSZ GmbH nach Veröffentlichung der DAkkS-Regel zur Akkreditierung nach VAZ-SCC 2021 bekannt gegeben.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Quelle: https://www.vaz-ev.de/

Fit for 55: Kommission richtet EU-Gesetzgebung auf neues Klimaschutzziel aus

Europäische Unternehmen müssen sich auf weitreichende Neuerungen einstellen

Ein Emissionshandel auch für Gebäude, verschärfte CO2-Flottengrenzwerte, neue Energiesteuern und vieles mehr: Das „Fit for 55“-Gesetzespaket, mit dem die EU-Kommission bis 2030 eine Senkung des Treibhausgasausstoßes um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 erreichen möchte, betrifft die Wirtschaft auf breiter Front.

Am 14. Juli hat die Kommission das Maßnahmenbündel vorgestellt. Es enthält Entwürfe für zwölf Gesetzgebungsverfahren, die in kommenden Monaten parallel diskutiert, verhandelt und schließlich verabschiedet werden sollen.

Sie dienen der Umsetzung des „Green Deal“. Dieses ambitionierte Programm für den umwelt- und klimafreundlichen Umbau der europäischen Wirtschaft, das die EU-Kommission 2019 entwickelt hatte, wird inzwischen auch vom Europäischen Parlament und Rat mitgetragen.

Neben dem Ziel einer Verringerung der Treibhausgasemissionen in Europa um mindestens 55 Prozent wird die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 angestrebt. Das bedeutet: In knapp drei Jahrzehnten dürfen in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen nur noch minimale Restemissionen anfallen.
Einschneidende Veränderungen

Zentrale Vorhaben im „Fit for 55“-Paket sind die Neuordnung des europäischen Emissionshandels einschließlich neuer Instrumente zur Vermeidung von Carbon Leakage, die Überarbeitung der Energieeffizienz- und der Erneuerbaren-Richtlinie, eine Verschärfung der CO2-Flottengrenzwerte und ein Vorschlag zur stärkeren Harmonisierung der Energiesteuern. Damit wird auch für die Unternehmen immer deutlicher, auf welche konkreten Neuerungen sie sich direkt oder in ihrem wirtschaftlichen Umfeld in den kommenden Jahren einstellen müssen:

Mehr und die wichtigsten Fit-for-55-Vorschläge findet Ihr auf der Homepage des DIHK:
https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/wirtschaftspolitik/umwelt/green-deal/fit-for-55-kommission-richtet-eu-gesetzgebung-auf-neues-klimaschutzziel-aus-55006

Die ISO 50003:2021 wurde aktualisiert

Resultierend aus den neuen Anforderungen für die Zertifizierung von Energiemanagementsystemen werden auch wir unsere Prozesse anpassen müssen.
So werden bspw. für die Berechnung des Audittage die Anzahl der Energiearten herangezogen welche mindestens 80% des Gesamtverbrauchs ausmachen. Darüber hinaus werden die Kunden nicht mehr in technische Bereiche eingestuft, nunmehr ist Eure technische Kompetenz ausschlaggebend für die Zertifizierung des Kunden.

Mehr zur neuen ISO 50003:2021, welche derzeit nur in englischer Sprache vorliegt, erfahrt Ihr im Rahmen des Erfahrungsaustausches am 20.08.2021.

Neues DIHK-Merkblatt zur Änderung des VerpackG

Am 3. Juli 2021 ist die Novelle des VerpackG in Kraft getreten. Die neuen Regelungen sind überwiegend jedoch erst 2022 umzusetzen. Der DIHK hat zu den neuen Bestimmungen ein Merkblatt erstellt. Da die Umsetzung einiger Regelungen noch nicht abschließend bzw. ausdrücklich geklärt ist, wird das Merkblatt zeitnah ergänzt.

Betroffen von den Änderungen sind insbesondere Gastronomiebetriebe und das Lebensmittelhandwerk, Inverkehrbringer gewerblich genutzter verpackter Waren und der E-Commerce. Das Merkblatt informiert ausführlich über folgende Änderungen des Verpackungsgesetzes:

  • Registrierungspflicht für Letztvertreiber von Serviceverpackungen
  • Registrierungspflicht für sämtliche Hersteller und Inverkehrbringer von verpackten Waren
  • Klarstellung bei der Datenmeldung
  • Neue Informationspflichten für Letztvertreiber von nicht system-beteiligungspflichtigen Verpackungen
  • Neue Nachweispflichten für Hersteller und Vertreiber von nicht system-beteiligungspflichtigen Verpackungen
  • Prüfpflicht im E-Commerce
  • Mindestrezyklatanteil bei Einwegkunststoffgetränkeflaschen
  • Ausweitung der Pfandpflicht
  • Zwingendes Angebot von Mehrwegalternativen
  • Benennung Bevollmächtigter

(Quelle DIHK)