Marktstammdatenregister: Frist nicht verpassen

Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen sich Betreiber von Eigenerzeugungsanlagen und Stromspeichern im sog. Marktstammdatenregister eintragen.

Das betrifft z. B. Solaranlagen, KWK-Anlagen (BHKW, Gasturbine u. ä.), Brennstoffzellen, Notstromaggregate im Netzparallelbetrieb, Windenergieanlagen, Wasserkraftanlagen usw.

Die Registrierungspflicht besteht dabei unabhängig von der Größe der Anlage und gilt sowohl für Bestands- als auch Neuanlagen.

Für Bestandskunden gilt eine Frist bis 31.01.2021. Neue Anlagen müssen innerhalb von vier Wochen nach Inbetriebnahme erfasst werden.

Abwasserverordnung: Änderungen in Anhang 13, 19, 22 und 39 in Kraft

Die 10. Novelle zur Änderung der Abwasserverordnung wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie ändert im allgemeinen Teil Vorgaben zur Mittelwertbildung von Abwassermessungen sowie die Anhänge 13 (Herstellung von Holzspanplatten, Holzfaserplatten oder Holzfasermatten), 22 (Chemische Industrie) und 39 (Nichteisenmetallerzeugung). In Anhang 19 F (Zellstofferzeugung) wird eine Altanlagenregelung für den Chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) wiedereingeführt.

(Quelle DIHK)

Bundestag verabschiedet Gebäudeenergiegesetz

Der Deutsche Bundestag hat Mitte Juni das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Das Gesetz fasst das EEWärmeG, das Energieeinsparungsgesetz und die bisherige Energieeinsparverordnung zusammen. Verschärfungen des Anforderungsprofils bei Neu- und Bestandsbauten sind nicht enthalten, allerdings werden die Ziele im Jahr 2023 noch mal auf den Prüfstand gestellt.
Mit dem GEG werden die europäischen Vorgaben zur Energieeffizienz von Gebäuden umgesetzt und die Regelung des Niedrigstenergiegebäudes in das vereinheitlichte Energieeinsparrecht übernommen.

Die Beschlüsse des Bundestages finden sich hier.

Zusammen mit dem GEG hat der Bundestag auch die Abstandsregelung für Windanlagen im Baugesetzbuch beschlossen. Die Länder haben fortan die Möglichkeit, per Landesgesetz Mindestabstände von höchstens tausend Metern zu Wohnbebauung festzulegen.

Außerdem hat der Bundestag die Streichung des Förderdeckels für Solaranlagen beschlossen. Die Einspeisung von Solarstrom ins Netz über die EEG-Umlage wird auch vergütet, wenn die ursprünglich gesetzte Grenze von 52.000 Megawatt überschritten wird.
Der Bundesrat muss sich am 3. Juli noch mit dem Gesetz beschäftigen und wird ihm vermutlich zustimmen.

(DIHK)

Erfolgreiche Umstellung auf die ISO 22301:2019

Nachdem wir im Vorjahr erfolgreich nach der ISO 22301:2012 Sicherheit und Schutz des Gemeinwesens – Business Continuity Management System (BCMS) akkreditiert wurden, konnten wir jetzt zeitnah erfolgreich auf die neue ISO 22301:2019 umstellen was durch die DAkkS, in Form einer neuen Akkreditierungsurkunde, bestätigt wurde.

Nicht nur in Corona Zeiten wird es immer wichtiger, alles dafür zu tun, dass ein Unternehmen während Betriebsstörungen weiterarbeiten kann.

Wollen auch Sie Ihre Risiken minimieren und ihre Organisation für Krisensituation nachhaltig festigen und krisensicherer machen?

Da die ISO 22301:2019 auch auf die High Level Structure (HLS) aufbaut, kann diese auch sehr gut in bestehende Managementsysteme integriert werden.

Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte sprechen Sie uns einfach an!

Aktuelles zur Migration auf ISO 45001

Seit März 2019 hat der ISO-Standard 45001:2018 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ als internationale Zertifizierungsnorm für Arbeitsschutzmanagementsysteme die bisherige BS OHSAS 18001:2007 abgelöst. Von der DAkkS erhielten die Zertifizierungsstellen ergänzende Informationen zum Umstellungsprozess seitens des IAF Technical Committees.

Im Rahmen der letzten IAF-Sitzung im Oktober 2019 wurden begründet aus Diskussionen innerhalb des Technical Committee des International Accreditation Forums (IAF TC) wichtige Entscheidungen zum Migrationsprozess getroffen:

  • Die Übergangsfrist für die Migration von bereits zertifizierten Organisationen von BS OHSAS 18001 zu ISO 45001 wurde bis zum 31. März 2021 verlängert.
  • Im Rahmen einer Migration kann, sofern der Kunde dies wünscht, auf dem akkreditierten Zertifikat nach ISO 45001 eine zusätzliche Angabe zu einer eventuell früheren Zertifizierung nach BS OHSAS 18001 gemacht werden. Dieses Zertifikat soll das aktuelle Ausstellungsdatum gemäß ISO 45001 darstellen und kann als Anmerkung das Erstzertifizierungsdatum gemäß BS OHSAS 18001 enthalten. („zertifiziert gem. BS OHSAS 18001 seit xx.xx.xxxx“)

Außerdem wurde am 05. Februar 2020 der IAF MLA-Geltungsbereich der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) um den Standard ISO 45001 erweitert. Das DAkkS-IAF-Kombilogo kann nun also auch auf ISO 45001-Zertifikaten verwendet werden. Die erweiterte Logo-Nutzung benötigt die Prüfung und Bestätigung durch den verantwortlichen DAkkS-Verfahrensmanager.

Spitzenausgleich wird auch 2020 gewährt

Im vergangenen Jahr konnte das produzierende Gewerbe seine Ziele bei der Reduktion der Energieintensität erreichen, wie das Bundeskabinett vor kurzem mitteilte. Aus diesem Grund wird der Spitzenausgleich (§ 55 EnergieStG, § 10 StromStG) auch für das Antragsjahr 2020 weiterhin gewährt.

Wie das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in seinem Monitoringbericht feststellte, ist die Energieintensität gegenüber der Basisperiode 2007 bis 2012 im Jahr 2018 um 16,7 Prozent zurückgegangen. Der zu erzielende Wert liegt bei 7,95 Prozent und somit deutlich darunter, weshalb der Spitzenausgleich folglich gewährt wird. Bekanntgemacht wurde dies im Bundesanzeiger.

Vorausgesetzt für die Beantragung des Spitzenausgleichs wird weiterhin der Nachweis eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach EMAS. Sollten Sie zu einem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gehören, reicht Ihnen der Nachweis über ein alternatives System gemäß der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV).

Sollten Sie Interesse an der Beantragung des Spitzenausgleiches haben, können Sie Ihre Ansprüche mit dem Excel-Tool der IHK Lippe berechnen.

(Quelle: Bundesfinanzministerium)

Änderungen der ISO 22301:2019

Seit sieben Jahren wird die Betriebsunterbrechung laut Allianz Risk Barometer als Top Business Risiko von den Befragten eingeschätzt. Die Relevanz, beständig und möglichst ohne Unterbrechung konforme Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen, ergibt sich sowohl aus der ISO 9001 als auch aus vielen Verträgen mit Ihren Kunden.
Jeder möchte wohl Betriebsunterbrechungen vermeiden oder deren Auswirkungen auf ein Minimum reduzieren. Basierend auf den Anforderungen, die die ISO 22301:2019 an Ihr Unternehmen stellt, lässt sich ein Managementsystem zur Vermeidung von Betriebsunterbrechungen schnell und effizient aufstellen, da es strukturell der ISO 9001:2015 stark ähnelt.

Geringfügige Änderungen

Im November 2019 wurde die ISO 22301 für Business Continuity Managementsystem revisioniert und liegt nun als ISO 22301:2019 vor. Die Änderungen im Vergleich zur alten Norm sind allerdings geringfügig. An Relevanz dazu gewonnen hat die Praxistauglichkeit, was sich unter anderem auch in der Namensänderung hin zu „Security and resilience – Business continuity management systems – Requirements“ zeigt.

Die ISO 22301 ist der erste internationale Standard zur Implementierung und Aufrechterhaltung eines effektiven Business-Continuity-Plans. Einem Unternehmen wird hiermit eine effektivere Reaktion und schnellere Wiederherstellung bei Betriebsunterbrechungen ermöglicht. Hierdurch können Auswirkungen auf Personen, Produkte und das Unternehmensergebnis im Allgemeinen verringert werden.

Die Hauptänderungen beziehen sich auf:

  • Die Fokussierung auf eine belastbaren Organisation, um sich an Veränderungen schneller anzupassen
  • Die Fokussierung auf eine schnelle Wiederherstellung nach einer Betriebsunterbrechung basierend auf Reaktionsplänen und Mitarbeitern, die ihre Rolle erkennen
  • Die systematische Identifizierung der eigenen Schwachstellen, um diese zu beseitigen
  • Die Pläne, um im Falle eines Fehlers zu reagieren
  • Die Entfernung von redundanten Texten bzw. Anforderungen
  • Eine hundertprozentige Anpassung an die „High Level Structure“
  • Eine verbesserte und ablauforientierte Struktur mit klaren und logischen Ablauffolgen der einzelnen Prozesse
  • Verstärkte Anwenderorientierung, wie z.B.
    • 4.1 – Kontext der Organisation mit geringeren Dokumentationsanforderungen
    • 5.1 – Hier wird nun von Führung und Verpflichtung (statt Selbstverpflichtung) gesprochen
    • 5.2 – Aktive Übungsteilnahme der Führung wird nicht mehr gefordert
    • 6.3 – Änderungen am BCM sind in geplanter Weise umzusetzen
    • 8.2 – Bei der BIA (Business Impact Analyse) müssen die Ausgangskategorien als Analysebasis verwendet werden
    • 8.3 – Der Fokus liegt auf den Lösungen für spezifische Risiken und Auswirkungen und nicht mehr allein auf der BCM-Strategie
  • Die Integration in bestehende Managementsysteme (ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001,..) wurde verbessert
  • Die Fokussierung auf akzeptable „Auswirkungen“ der Organisation anstelle der Risikobereitschaft der Organisation

Die Umstellungsperiode wird drei Jahre betragen. Das heißt: Ab November 2022 haben die Zertifikate nach ISO 22301:2012 keine Gültigkeit mehr.

Neuigkeiten zum Zollformular 1449

Ihr findet sowohl bei den SpaEfV – Vorlagen wie auch bei den Vorlagen zur 50001:2018 die entsprechenden Dokumente, um mit wenigen Mausklicks das Zollformular 1449 erstellen zu können. Ihr könnt einfach die entsprechende XML-Datei hochladen und die Adress- bzw. Zertifikatsdaten ergänzen. Wenn Ihr Euch dann die erzeugte XML-Datei abspeichert könnt Ihr diese auch im Folgejahr zum Upload nutzen und habt noch weniger Arbeit.

Folgendes ist ab 2020 zusätzlich zu beachten (Stellungnahme Zoll):

Formblätter 1449 welche resultierend aus einem 50001 – Audit erzeugt werden, müssen nicht vom Auditor, sondern nur durch die GF der DMSZ unterzeichnet werden.

Bei allen SpaEfV-Verfahren nach Alternativem System (Anlage 1 & 2), wo Ihr vor Ort gewesen seid, muss zusätzlich der Auditor unterzeichnen.

Hier Link zum Video
http://www.dmsz.consulting/wp-content/uploads/tutorials/XML-Dateien-ausfuellen.mp4

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

Wir als DMSZ GmbH nehmen die aktuelle Situation rund um COVID-19 ernst und möchten Sie darüber informieren, wie wir mit dieser Situation umgehen und welche Regelungen es für die Durchführung von Audits gibt. Die Gesundheit unserer Kunden, Mitarbeiter und Auditoren ist uns hier sehr wichtig!

Wie wir mit den aktuellen Auswirkungen der Pandemie umgehen, bewerten wir von Fall zu Fall. Hier gilt es für uns vor allem die lokalen behördlichen Auflagen, gesetzlichen Anforderungen, sowie etwaige Bestimmungen von Vertragspartnern, Programmeignern sowie der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) zu berücksichtigen.

Bei anstehenden Rezertfizierungs- oder Wiederholungsaudits sowie dem ersten Überwachungsaudit nach einer Neuzertifizierung, bei denen das Audit aufgrund von CoV-2 über den Ablauftermin hinaus verschoben werden muss, gilt folgende Regelung:

Sie stellen einen Antrag auf Verschiebung des Rezertfizierungs- oder Wiederholungs-audits aufgrund CoV-2 Fall mit einer Begründung und der Vorlage von Belegen (Risikogebiet oder sonstige behördliche oder unternehmensspezifische Präventionsmaßnahme, etc.) bei der DMSZ GmbH.

Diesen Antrag senden Sie bitte per Mail an: antrag_verschiebung@dmsz.de

Im Anschluss daran wird sich Ihr Auditleiter/Auditor mit Ihnen in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Hier kann auch ein Alternativ-Audit (Remote-Audit) durchgeführt werden, wobei ein vollständiger Ersatz der vor Ort Audits nicht möglich ist!

Wir werden die notwendigen Termine unserer Mitarbeiter vor Ort gewissenhaft wahrnehmen. Sollten es die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie erforderlich machen, werden wir die Auditierung der aktuellen Lage anpassen.

Überwachungsaudits können in Rücksprache mit Ihrem Auditor verschoben werden, müssen aber innerhalb des aktuellen Kalenderjahres 2020 stattfinden. Teile dieser Überwachungsaudits können ebenfalls als alternatives Audit (Remote Audit) unter Berücksichtigung des jeweiligen Geltungsbereiches sowie des auditierten Regelwerk und unter Berücksichtigung weitere Vorgaben, wie z.B. Multisite, Normen-Upgrade sowie einer Risikobetrachtung, anteilig durchgeführt werden. Dies geschieht immer nur nach Absprache mit ihrem Auditleiter / Auditor. Sollte es sich um das 1. Überwachungsaudit nach einer Erstzertifizierung handeln, muss mindestens 1/3 des geplanten Gesamtaufwands zum Stichtag des Z-Audits durchgeführt sein. Hier muss spätestens 6 Monate nach Stichtag das Audit komplett durchgeführt sein.

Sollten Sie Fragen haben, dürfen Sie sich selbstverständlich umgehend an Ihren direkten Kundenbetreuer, Auditor oder auch an unsere Zentrale wenden.

Umstellen auf die ISO 50001:2018 – die Uhr tickt!

Seit dem 21. Februar 2020 dürfen Audits für Energiemanagementsysteme (EnMS) nur noch nach der aktuellen Fassung der ISO-Norm von 2018 durchgeführt werden!

Gemäß Übergangsregelung der IAF (International Accreditation Forum) und der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle Gmbh) dürfen EnMS-Audits (Erst- und Rezertifizierung sowie Überwachung) nur noch nach der Revision ISO 50001:2018 durchgeführt werden. Alle Zertifikate nach der veralteten Norm ISO 50001:2011 verlieren folglich am 20. August 2021 ihre Gültigkeit.

Relevante Änderungen durch die Transition

  • Durch die neue HLS ergeben sich neue Anforderungen an wichtige externe und interne Themen sowohl zu interessierten Parteien (Stakeholdern), welche für die energiebezogene Leistung (ebL) und das EnMS relevant sind
  • Aus der Kontextanalyse ergeben sich Risiken und Chancen für die ebL
  • Der Fokus der energetischen Bewertung liegt nun auf der Analyse der Bereiche mit wesentlichem Energieeinsatz (SEUs)
  • Eine „Normalisierung“ der EnPIs und EnBs ist erforderlich, wenn relevante Variablen eine wesentliche Auswirkung auf die ebL haben
  • Die Anforderungen und Dokumentation an die Energiedatenerfassung wurden präzisiert (bisherige Bezeichnung: „Plan für Energiemessung“)
  • Begrifflichkeiten und Definitionen wurden mit anderen Normen aus der 50000er-Reihe (u.a. ISO 50006, ISO 50015) wurden harmonisiert und präzisiert

Die größte Unsicherheit herrscht weiterhin bei der Risiko- und Chancenanalyse sowie beim Bilden geeigneter Kennzahlen und Ausgangsbasen, die als Voraussetzung für den Nachweis der energiebezogenen Leistung dienen.