DGQ-Leitfaden „Willkommen in der Welt des Audits“

Der DGQ-Leitfaden „Willkommen in der Welt des Audits“ wurde aktualisiert. Welche Beliebtheit der DGQ-Leidfaden erfährt, zeigen die mehr als 1000 Downloads und 3000 vergriffenen Prints innerhalb eines Jahres. Der Leitfaden verschafft einen Überblick über Leben, Wirkungsweise und Nutzen des Audits. Zudem wurde das Kapitel „Woher ich komme“ ergänzt.

Quelle: Aktuelles aus der DGQ-Geschäftsstelle Düsseldorf, Januar/Februar 2020

Mehr dazu und den Download gibt es unter:
https://www.dgq.de/aktuel-les/news/dgq-leitfaden-willkommen-in-der-welt-des-audits-aktualisiert/

EMAS Novelle 2019 – Die Änderungen im Überblick

Die EU-Kommission hat in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten die Anforderungen an die Berichterstattung gemäß Anhang IV der EMAS-Verordnung überarbeitet. Mit den aktuellen Änderungen haben EMAS-Organisationen mehr Möglichkeiten bei der Darstellung der Umweltleistung. Über bedeutende indirekte Umweltaspekte und -auswirkungen ist nun verstärkt zu berichten. Auch die Nutzung der EMAS-Umwelterklärung z.B. für andere Berichtspflichten wird erleichtert. Eine gemeinsame Publikation des UGA und des Umweltbundesamtes sowie verschiedene Praxisbeispiele helfen bei der Umsetzung.

Fristen
Bis 08.01.2020 können Umwelterklärungen noch nach den alten Anforderungen des Anhangs IV validiert bzw. veröffentlicht werden. Dies erfolgt im Einvernehmen mit der Umweltgutachterin bzw. dem Umweltgutachter und der Registrierungsstelle.Organisationen, die die Ausnahmeregelung nach Artikel 7 (KMU-Regelung) in Anspruch nehmen, können während der Übergangsfrist im Einvernehmen mit der Registrierungsstelle eine nicht validierte Umwelterklärung nach den alten Anforderungen des Anhang IV veröffentlichen. Nach dem Ende der Übergangsfrist sind die neuen Anforderungen mit der nächsten zu validierenden Umwelterklärung umzusetzen.
——————————————————-
Quelle:
https://www.emas.de/aktuelles/2019/15-01-19-emas-novelle-2019/

Neuer Leitfaden und aktualisiertes Merkblatt für Energieaudits

Die BAFA hat im Februar 2019 das „Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 8 ff. EDL-G“ aktualisiert sowie den „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1“ veröffentlicht. Beide Dokumente finden Sie unter der Webseite der BAFA.de oder auch in MyDMSZ unter: Gemeinsame Dateien/Auditierungsvorlagen/Vorlagen_16247/BAFA.

In den Dokumenten gibt es wesentliche Veränderungen/Verschärfungen, wie z.B.:

  • Die Multi-Site Regelungen sind verschärft worden. Die Clusterbildung muss sich eindeutiger auf gleichartige Standorte beziehen. Explizit ausgeschlossen davon sind Krankenhäuser und Produktionsstätten genannt
  • Wird ein ISO 50001 EnMS oder EMAS nicht fortgeführt, erlischt die Freistellung zum Energieaudit
  • Geänderte Struktur des Beratungsberichts
  • Umfangreichere Protokollierung des Auftaktgesprächs
  • Detaillierte Anforderungen an die Dokumentation des Clusterungsprozesses bei Unternehmen, die das Multi-Site-Verfahren anwenden
  • Neue Darstellungsform der Energieeffizienzmaßnahmen; es werden wesentlich detailliertere, rechnerische Nachweise für Energieeinsparungen gefordert, die durch Energieeffizienzmaßnahmen erzielt werden sollen
  • Erhöhte Anforderungen an die anzuwendenden wirtschaftlichen Bewertungen der gefundenen Maßnahmen sowie die dafür zu berücksichtigenden Faktoren
  • Erweiterte Kriterien für die Rangfolge der ermittelten Effizienzmaßnahmen
  • Spezifische Anforderungen an die Beschreibung der eingesetzten Querschnittstechnologien
  • Kleine Erweiterungen bei den Darstellungsformen in der Energiebilanz
  • Neue Anforderungen an Kennzahlen
  • Neue Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit der erhobenen Daten
  • Änderungen bezüglich der zu erstellenden Energieflussdiagramme
  • Interpretationshilfen für die 90%-Regeln, bezüglich des zu erklärenden Energieverbrauchs
  • usw.

Bei Fragen stehen Ihnen die Fachexperten der DMSZ gerne zur Verfügung

Wie hoch sind die Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs im Vergleich zu einem Diesel- oder Benzin-Fahrzeug?

Wie könnten sich die Gesamtkosten in den kommenden Jahren entwickeln und welchen Einfluss haben wichtige Einflussfaktoren wie Haltedauer und jährliche Fahrleistung?
Wie viele Treibhausgase können durch den Umstieg auf die Elektromobilität eingespart werden?
Mit dem Online-Rechner des Öko-Instituts können die CO2-Emissionen und Kosten ermittelt werden, die mit der Fahrzeugnutzung verbunden sind.

Quelle: Aktuelles zur Elektromobilität in NRW, ElektroMobilität NRW, 16.04.2019

Mehr dazu unter: https://www.elektromobilitaet.nrw/unser-service/kostenrechner/

Lang erwartetes Marktstammdatenregister ist nun online

Bereits im Jahr 2015 wurden die Weichen für eine Registrierungspflicht aller Erneuerbaren- Energien- Anlagen in ein zentrales Register gestellt. Fast vier Jahre später ist das Marktstammdatenregister nun online gegangen. Die Pflicht zur Registrierung besteht unabhängig von der Leistung einer Anlage und der Frage, ob ein Eigenverbrauch vorliegt oder eine Vergütung nach dem EEG in Anspruch genommen wird.
Am 31. Januar 2019 ist endlich das lange angekündigte Marktstammdatenregister online gegangen, in dem sich neben den Marktakteuren, z. B. Stromversorgern und Netzbetreibern, auch alle Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen registrieren müssen. Dadurch erhofft sich der Gesetzgeber eine lückenlose Erfassung aller Erneuerbare-Energien-Anlagen und die Abbildung des gesamten Strommarktes. Bislang gab es verschiedene Melderegister (PV-Meldeportal, Anlagenregister) und unterschiedliche Voraussetzungen für die Registrierung. Diese einzelnen Systeme wurden mit Einführung des Marktstammdatenregisters eingestellt. In dieses neue Register müssen alle Betreiber die Stammdaten ihrer Erneuerbare-Energien-Anlage eintragen – egal, ob es sich dabei um einen großen Windpark oder um eine kleine Balkon-PV-Anlage handelt, die nur dem Eigenbedarf dient. Bei Stammdaten handelt es sich um Daten, die sich nicht oder nur selten ändern, z. B. die installierte Leistung, der Standort der Anlage oder auch Kontaktdaten des Betreibers. Nicht einzutragen sind Bewegungsdaten, die sich häufig ändern, wie z. B. die Zählerstände oder Erzeugungsmengen.
Für die Registrierung besteht eine Frist von einem Monat ab Inbetriebnahme der Anlage. Anlagen, die eine Genehmigung nach Bundesrecht benötigen, sind bereits meldepflichtig, wenn sich die Anlage erst (bzw. noch) im Planungsprozess befindet. Das betrifft z. B. Windenergieanlagen, die eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz benötigen. Photovoltaikanlagen, die auf Dächern errichtet werden, sind genehmigungsfrei und müssen deswegen erst mit Inbetriebnahme gemeldet werden.
Auch Bestandsanlagen müssen registriert werden
Die Pflicht zur Registrierung in das Marktstammdatenregister betrifft nicht nur Neuanlagen, sondern auch Anlagen, die bereits in Betrieb sind (sog. Bestandsanlagen). Das gilt selbst dann, wenn sie bereits in andere Register der Bundesnetzagentur eingetragen wurden. Eine automatische Übernahme der Daten aus dem bisher genutzten Anlagenregister und dem PV-Meldeportal erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht. Betreiber dieser Anlagen, müssen also erneut ihre Daten eintragen.
Betreiber von Bestandsanlagen, die ihre Anlage bereits in einem anderen Register registriert haben oder vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen haben, haben allerdings länger Zeit, ihre Anlage im Marktstammdatenregister zu registrieren. Die Marktstammdatenregisterverordnung sieht vor, dass sie ihre Stammdaten bis zum 31. Januar 2021 eintragen müssen.
Bei unterlassener Registrierung droht ein Bußgeld
Unterbleibt eine Eintragung der Stammdaten in das Marktstammdatenregister, bringt dies weitreichende Konsequenzen für den Betreiber mit sich, denn es entfällt nicht nur der Anspruch des Betreibers auf Auszahlung einer EEG-Vergütung, sondern es droht auch ein Bußgeld von bis zu 50.000 €. Die Frist für die rechtzeitige Registrierung sollten die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen also nicht aus den Augen verlieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Markstammdatenregisters.
https://www.marktstammdatenregister.de/MaStRHilfe/index.html

Praxisleitfaden: Mitarbeitende einbinden und motivieren

Der Praxisleitfaden „Mitarbeitende einbinden und motivieren – Ideen für (noch) mehr Energieeffizienz & Klimaschutz“ stellt Erfolgsbeispiele der Mitarbeitermotivation und -einbindung aus neun mittelständischen Unternehmen vor. Zusätzlich beinhaltet er den „Basis-Werkzeugkasten“ mit einer Sammlung von Methoden. Die Auswahl greift insbesondere auf Methoden zurück, die bereits in Unternehmen er-probt sind. Der Leitfaden bietet Unternehmen einen systematischen Zugang, gemeinsam mit den Mitarbeitenden (weitere) Potenziale der Energie- und Materialeffizienz zu identifizieren.
Quelle: Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE)

Den Leitfaden und weitere Informationen gibt es unter: https://www.mittelstand-ener-giewende.de/leitfaeden/

Änderung der Betriebssicherheitsverordnung hinsichtlich überwachungsbedürftiger Druckanlagen

Am 8. Mai 2019 ist eine am Vortag veröffentlichte kleine Änderung der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Kraft getreten. Sie ist Hauptbestandteil der „Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen und zur Aufhebung der Feuerzeugverordnung“. Geändert wird im Wesentlichen Anhang 2 Abschnitt 4 der BetrSichV, welcher Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Druckanlagen, z. B. Dampfkessel und andere Druckbehälter, enthält. Die Prüfpflichten bestimmter Druckanlagen hängen von den in ihnen enthaltenen Stoffen und Gemischen ab. In der bisherigen BetrSichV werden die entsprechenden Stoffe und Gemische durch Verweise auf entsprechende Nummern in Anhang I der CLP-Verordnung bestimmt.

Nachdem die CLP-Verordnung durch die Verordnung (EU) 2016/918 geändert worden ist, sind bestimmte Verweise dorthin nicht mehr zutreffend, so dass eine Anpassung der BetrSichV an die geänderte CLP-Verordnung erforderlich wurde. Die Anpassung wurde so ausgestaltet, dass die Inbezugnahme der Stoffe und Gemische nicht mehr durch Verweise auf entsprechende Nummern in Anhang I der CLP-Verordnung erfolgt, sondern durch Nennung der so genannten H-Sätze (Gefahrenhinweise), die den betreffenden Stoffen und Gemischen über die CLP-Verordnung fest zugeordnet sind. Die geänderte Darstellung bewirkt eine Vereinfachung für die Anwender der BetrSichV, weil die H-Sätze der in den Druckanlagen gehandhabten Stoffe und Gemische direkt aus deren Sicherheitsdatenblatt entnommen werden können. Mit der Änderung der Art der Inbezugnahme ist keine inhaltliche Änderung der bisherigen Prüfpflichten verbunden.

Die notwendige Änderung von Anhang 2 Abschnitt 4 BetrSichV wurde außerdem dazu genutzt, die umfangreichen Sonderregelungen bei Prüfungen bestimmter Druckanlagen in Nummer 7 (bisher Nummer 6) des Abschnitts neu zu gestalten. Dabei konnten einige Sonderregelungen entfallen.
Außerdem wurden einige Berichtigungen und Klarstellungen vorgenommen, auch noch im Rahmen der Beratungen im Bundesrat.

Des Weiteren wurde ein fehlerhafter Verweis in § 20 der Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern berichtigt (Artikel 2) und die Feuerzeugverordnung außer Kraft gesetzt (Artikel 3). Mit der Feuerzeugverordnung war eine EU-Entscheidung zu kindergesicherten Feuerzeugen umgesetzt worden, die inzwischen vollumfänglich durch die überarbeitete DIN EN 13869 abgelöst worden ist, weshalb eine eigenständige Verordnung nunmehr entbehrlich ist.

ElektroG: „Passive“ Geräte ab Mai 2019 betroffen

Ab dem 1. Mai 2019 fallen „passive“ Elektro- und Elektronikgeräte (also solche, die Ströme lediglich durchleiten) unter den Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes. Sie sind damit kennzeichnungs- und ihre Hersteller und Importeure registrierungs- und meldepflichtig.
Auch bei „passiven“ Produkten ist die Unterscheidung zwischen Endgeräten und Bauteilen entscheidend. Endgeräte fallen in den Anwendungsbereich, Bauteile sind weiterhin davon ausgenommen. Zu Endgeräten gehören laut der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) beispielsweise fertig konfektionierte Verlängerungskabel, Lichtschalter, Steckdosen und Stromschienen. Als Bauteile eingestuft werden zum Beispiel Kabel als Meterware, Aderendhülsen und Ringkabelschuhe. Auf der Homepage www.stiftung-ear.de finden sich weitere Beispiele für betroffene Geräte und nicht betroffene Produkte, jeweils mit Fotos zur Veranschaulichung, unterteilt nach folgenden Stichworten:

  • Antennen
  • Adapter, Klinken, Stecker
  • Buchsen, Steckdosen
  • Konfektionierte Kabel
  • Schalter, Taster
  • Schmelzsicherungen
  • Gegenbeispiele in Form passiver Produkte zum Einbau in andere Geräte und damit nicht im Anwendungsbereich

Betroffene Geräte sind bei der Registrierung den neuen Gerätekategorien Nummer 4, 5 oder 6 zuzuordnen. Viele Elektrogeräte wie zum Beispiel Bildschirme werden mit beigelegten komplett konfektionierten Kabeln verkauft. Auch diese Standard-Kabel gelten ab 01.05.2019 als eigenständige Elektrogeräte und unterliegen damit den genannten Pflichten.

Legt ein Hersteller oder Importeur seinen Bildschirmgeräten zum Beispiel Netz- und USB-Kabel bei und bringt sie so erstmalig in Deutschland in Verkehr, benötigt er für diese Kabel ebenfalls eine Registrierung.

Er braucht dann Registrierungen in den Kategorien Nummer 2 für Bildschirme, Nummer 5 für Kleingeräte sowie Nummer 6 für kleine Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik. Verfügt er bereits über Registrierungen in der entsprechenden Geräteart und Marke, kann er die Kabel dort mit melden bei seinen Mengenmeldungen.

Legt ein Hersteller dagegen Kabel bei, die von einem anderen, in Deutschland dafür korrekt registrierten Hersteller stammen, bedarf er selbst keiner separaten Registrierung für diese Kabel. Bei der Mengenmeldung der von ihm hergestellten Geräte ist dann das Gewicht der anderweitig registrierten Kabel herauszurechnen.

(Quelle: Stiftung EAR, geändert)

DIN 16247 oder doch ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001?

Das ist die Frage welche sich aktuell viele stellen?!

Als Reaktion auf die oftmals fehlerhaften, unvollständigen und unprofessionellen Auditberichte wurden die Anforderungen an die Energieaudits (Planung, Inhalt, Vorgehensweise) maßgeblich verschärft.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat am 13.02.2019 das neue Merkblatt für die Durchführung der Energieaudits der 2. Runde und einen zusätzlichen Leitfaden veröffentlicht, in dem inhaltliche Forderungen an den Auditbericht 2019 klar formuliert und bindend festgelegt sind.

Sie überlegen, welches für Sie der richtige Weg ist das Gesetz zu erfüllen?
Sprechen Sie einfach unsere Experten an!